Zum Inhalt springen
DefiUniverse

Bitcoin und Ethereum warten auf die US-Inflationsdaten

Vor CPI, Producer Prices und der Fed-Rede bewegt sich der Kryptomarkt kaum. Der Artikel zeigt die Projektionen für Bitcoin und Ethereum inklusive Kauf- und Verkaufszonen.

4 Min. Lesezeit

Der Kryptomarkt bewegt sich seit Tagen kaum, weil diese Woche mit CPI am Mittwoch sowie Producer-Preisen, Retail Sales, Unemployment Claims und der Rede des Fed-Vorsitzenden Kevin Walsh am Donnerstag eine dichte Abfolge US-Daten ansteht, die den Markt vor einer richtungsweisenden Entscheidung blockiert. Für Bitcoin bleibt die übergeordnete Projektion bärisch: Kurzfristig wird eine Bewegung Richtung 72.500 und 64.000 USD erwartet, wo die Kauf-Zielzone liegt; in der anschließenden X-Welle soll auf Kaufseite eingestiegen werden, ehe aus dem Shorts-Bereich heraus eine Verkaufsreaktion zwischen 100.000 und 111.000 USD projiziert wird. Der Markt hat bereits zweimal sauber an den Fibonacci-Retracements reagiert (50er- und 61,8er-Niveau), das mit rund 20 Prozent angesetzte bullischere Alternativszenario gilt auf aktuellen Niveaus als vernachlässigbar, und das Scheitern der nächtlichen Stärkephase am letzten lokalen Hoch spricht eher für den kurzfristigen Runterzug. Bei Ethereum läuft das Muster analog, allerdings mit einer größeren Delta-Korrektur nach oben Richtung 3.640 bis 4.220 USD; auch hier ist der Plan, in der X-Welle-Korrektur (zwischen 50er- und 78,6er-Retracement) long einzusteigen, Profite mitzunehmen, Shorts zu hinterlegen und den letzten Abwärtsritt für das langfristige Einstiegsfenster zu nutzen. Erst wenn die Datentermine abgearbeitet sind, hat die technische Projektion wieder freie Bahn.

Der Kryptomarkt bewegt sich seit Tagen kaum – und das ist kein Zufall. Mit dem CPI am Mittwoch sowie den Producer-Preisen, Retail Sales und den Unemployment Claims am Donnerstag steht eine dichte Abfolge volatiler US-Daten an, abgerundet von der Rede des Fed-Vorsitzenden Kevin Walsh am frühen Donnerstagmorgen (5.30 Uhr deutscher Zeit). Solche Termine wirken wie ein Bremsklotz: Solange die Inflationsentwicklung nicht absehbar ist, fehlt dem Markt der Anlass für eine richtungsweisende Entscheidung. Die Szenarien für Bitcoin und Ethereum sind deshalb unverändert – die entscheidende Frage ist weniger, ob die Korrektur weitergeht, sondern in welcher Form.

Bitcoin: Die Zwischenkorrektur als Einstiegsfenster

Die übergeordnete Projektion für Bitcoin sieht weiterhin einen Runterzug vor. Kurzfristig wird eine Bewegung in Richtung 72.500 und 64.000 USD erwartet – dort liegt die Kauf-Zielzone. In der darauffolgenden X-Welle, also der zwischenliegenden Korrekturbewegung, soll dann auf Kaufseite eingestiegen werden. Das eigentliche Verkaufssetup entsteht anschließend: Aus dem Shorts-Bereich heraus wird eine Verkaufsreaktion zwischen 100.000 und 111.000 USD projiziert, was den Bereich zwischen dem 61,8er- und dem 78,6er-Retracement der vorangegangenen Aufwärtsbewegung abdeckt. Das kleinteilige Geschehen der letzten Tage ist dabei nur eine akademische Auslegung dieser erwarteten X-Welle.

Ein Detail aus der jüngsten Preisaktion: Der Markt hat im Bereich der Fibonacci-Retracements der Aufwärtsbewegung ab der X-Welle bereits zweimal sauber reagiert – einmal am 50er- und einmal am 61,8er-Niveau. Sollte der Markt über die aktuell mit rund 20 Prozent angesetzte Wahrscheinlichkeit des Alternativszenarios hinaus in den bullischeren Ast wechseln, eröffnet das einen deutlich positiveren Ausblick. Auf den aktuellen Niveaus bleibt diese Alternative aber zu vernachlässigen – noch ist schlicht nicht genug passiert, und die Struktur ist uneinig.

Schematische Darstellung der Bitcoin-Projektion mit Kauf-Zielzone (72.500/64.000 USD), X-Welle und Verkaufszone (100.000–111.000 USD) samt Fibonacci-Retracements

Die nächtliche Stärkephase hat es zudem nicht geschafft, über das letzte lokale Hoch auszubrechen. Eine solche Schwäche direkt an einer Widerstandsmarke kann schnell wieder abverkauft werden – ein Muster, das derzeit eher für den kurzfristigen Runterzug spricht als gegen ihn.

Ethereum: Dasselbe Muster mit größerem Korrekturpotenzial

Bei Ethereum läuft das Spiel nahezu analog, nur mit einer Besonderheit: Hier wird eine größere Delta-Korrektur nach oben erwartet, die Richtung 3.640 bis 4.220 USD reichen kann. Die Zwischenkorrektur in der X-Welle liegt zwischen dem 50er- und dem 78,6er-Retracement. Der Plan ist derselbe: In der Korrektur auf Kaufseite einsteigen, Profite mitnehmen, gegebenenfalls eine Shorts-Position hinterlegen und dann den letzten Abwärtsritt in den Bärenmarkt für die übergeordnete Kaufzone nutzen. Genau dort eröffnet sich das langfristige Einstiegsfenster – der Punkt, an dem Ethereum für Geduldige sehr günstig zu haben sein könnte.

Vergleich der Projektionszonen von Bitcoin und Ethereum – Kauf-Zonen, X-Wellen-Korrektur und Zielbereiche nebeneinander

Warum die Datenwoche den Takt vorgibt

Der Kalender erklärt die Flaute der vergangenen Tage. Der CPI als wichtigster Inflationsindikator am Mittwoch, gefolgt von Core Producer Index, Producer Prices, Retail Sales und Unemployment Claims am Donnerstag – diese Kombination liefert der Fed das Gesamtbild, an dem sie ihre Zinspolitik ausrichtet. Die Rede des Fed-Vorsitzenden am Donnerstagmorgen ist dann das finale Statement dieser Datenwoche. Für Märkte wie Bitcoin, die stark auf Zinserwartungen und Liquidität reagieren, bedeutet das: Erst wenn diese Termine abgearbeitet sind, hat die technische Projektion wieder freie Bahn. Bis dahin sind die Niveaus gesetzt – die Kauf-Zonen bei 72.500/64.000 USD beim Bitcoin, das Korrekturpotenzial bis 4.220 USD beim Ethereum – und es liegt am Markt, sie anzuspielen.