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DefiUniverse

Arc Mainnet Launch und die typischen DeFi-Chancen nach einem Blockchain-Start

Am 16. September startet die Arc-Blockchain von Circle mit Aave, Aerodrome, Morpho und Uniswap. Der Artikel zeigt, welche Muster nach Blockchain-Launches typischerweise ablaufen und wo sich Chancen für Rendite ergeben.

4 Min. Lesezeit

Wenn eine neue Blockchain startet, läuft im DeFi-Bereich meist dasselbe Spiel ab, und wer die Muster kennt, kann davon profitieren. Am 16. September geht die Arc-Blockchain von Circle live. Dieser Beitrag erklärt, warum dieser Launch so relevant ist, welche Mechanismen in den ersten Wochen typischerweise ablaufen und wo die konkreten Chancen liegen.

Wer steckt hinter Arc — und warum das Vertrauen zählt

Arc ist die eigene Blockchain von Circle, dem Emittenten des USDC (USD Coin). Circle ist nach Tether der zweitgrößte Stablecoin-Emittent der Welt, ein Name, den praktisch jeder in der Branche kennt. Bei Circle ist das Problem, dass einer neuen Blockchain niemand Geld anvertraut, praktisch nicht vorhanden. Hinzu kommt eine Partnerschaft mit Hyperliquid, und im Hintergrund stehen Größen wie BlackRock. Mit so viel institutionellem Geld und so vielen bekannten Namen dahinter ist ein Flop äußerst unwahrscheinlich.

Übersicht der Arc-Blockchain — Circle als Emittent von USDC, Partnerschaft mit Hyperliquid, institutionelle Unterstützung (u. a. BlackRock) und die zum Launch startenden Protokolle Aave, Aerodrome, Morpho und Uniswap

Die Protokolle, die zum Start live gehen

Zum Launch kommen gleich mehrere der relevantesten DeFi-Protokolle auf Arc online: Aave, Aerodrome, Morpho und Uniswap, und weitere sollen folgen. Das sind etablierte Protokolle mit großen Nutzerbasen. Gerade Aave ist dabei besonders interessant: Circle ist eine amerikanische Firma mit starkem Interesse an einem eigenen Aave-Markt auf der eigenen Chain. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Aave auf Arc direkt mit Incentive-Kampagnen starten wird, also mit Belohnungen für Liquiditätsbereitsteller.

Die Erfahrung aus vergleichbaren Launches zeigt dabei: Solche Märkte füllen sich extrem schnell. Wer bei den Ersten dabei sein will, die ihren USD Coin in neue Aave-Märkte einzahlen, muss unmittelbar nach dem Launch reagieren, bevor die Caps, die Obergrenzen der Märkte, voll sind. Realistisch dürften diese Loops, mit denen Renditen von 20–30 Prozent möglich sind, schon nach rund zehn Stunden gefüllt sein.

Das altbekannte Spiel: Meme-Coins, verrückte APRs und Arbitragen

Was passiert typischerweise, wenn eine neue Chain startet? Zunächst gehen Meme-Coins durch die Decke. Dann entstehen Uniswap-Pools mit extrem hohen APRs, weil enorm viel Kapital und Trading-Volumen auf einmal auf eine junge, dünne Liquiditätslandschaft treffen. Genau dieses Muster hat sich in den letzten Wochen bei anderen Launches beobachten lassen.

Ein besonders lehrreiches Beispiel dafür ist die Robinhood Chain. Dort war Cashcat der Meme-Coin, der in den ersten Tagen noch unter 5 Millionen Dollar Market Cap lag und kaum jemand kannte, aber schon unter den Top-5-Pools nach One-Day-Volume auf Uniswap auftauchte. Wer damals die Explore-Page geöffnet und nach Volumen sortiert hat, konnte diese Chance früh erkennen. Cashcat bekam anschließend ein Listing auf Hyperliquid mit starken Arbitrage-Spreads von 2 bis 5 Prozent. Und beim Funding Rate Farming brachte Cashcat manchen Investoren rund 25 Prozent Return auf die Short-Summe in nur zwei Monaten, das entspricht annualisiert einer Rendite von deutlich über 100 Prozent.

Typischer Ablauf nach einem Blockchain-Launch — Meme-Coins mit starkem Volumen auf Uniswap, Listing auf Hyperliquid mit 2–5 % Arbitrage-Spread, anschließend hohe Funding-Raten beim delta-neutralen Farming

Die praktische Herangehensweise: Volumen beobachten und Fragen stellen

Wie findet man solche Chancen konkret?

Man öffnet Uniswap auf der Arc-Blockchain, sortiert die Explore-Page nach One-Day Volume und schaut sich die ersten fünf bis zehn Pools an. Dann stellt man sich zwei entscheidende Fragen: Warum wird gerade in diesem Pool so viel gehandelt? Und wird dieses Volumen die nächsten Tage bestehen bleiben? Wenn beide Fragen positiv beantwortet werden können, lässt sich daran verdienen.

Klassische Kandidaten sind dabei einfache, robuste Pools, etwa EVE/USDC, der sich als Standard etabliert hat, oder Pools mit tokenisierten Aktien und USD Coin. Solche Paare sollten in den ersten Wochen gut an Rendite „printen", weil viele Nutzer ihr USDC auf die neue Chain schieben und dort Tokens kaufen wollen.

Delta neutral verdienen: LP-Pools statt Spekulation

Wer an den Chancen einer neuen Chain teilnehmen will, ohne Meme-Coin-Risiken einzugehen, arbeitet delta neutral. Das bedeutet: Man stellt Liquidität in LP-Pools bereit und sichert die Richtungsexposition über einen Short ab. Bei Uniswap V3-Pools geht man mit einer Long-Position in den Pool und kann diese, gerade wenn die Renditen in den ersten Wochen sehr hoch sind, über breite Ranges und einen Teilshort absichern. So verdient man an den Handelsgebühren und Incentives, ohne auf die Preisentwicklung des Tokens zu wetten.

LP-Pools mit hohem Volumen sind ein strukturelles Geschäft.

Robinhood als Blaupause — und die offene Frage für Arc

Die Robinhood Chain hat in kurzer Zeit gezeigt, wie schnell eine neue Blockchain starkes Wachstum erreichen kann, und sie hat im Meme-Bereich einige neue Millionäre gemacht. Ihr Fokus lag klar auf Aktien und Meme-Coins; Trading-Plattform und LP-Pools waren nebensächlich. Viele Nutzer haben dort sehr gutes Geld verdient.

Bei Arc ist die offene Frage, wo genau der Fokus liegen wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Spiel mit Launchpads, Meme-Coins und anschließenden Hyperliquid-Listings wiederholt, steht sehr gut. Ob Arc in einem Monat die heißeste Blockchain ist oder eher langfristig über zwei Jahre wächst, ist offen, aber die ersten Wochen bieten die höchsten Renditen, denn dann sind die Märkte noch nicht gefüllt.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine individuelle Anlageberatung dar.