Arc Mainnet Launch am 16. September – Chancen für Liquiditätsanbieter
Am 16. September startet Arc, die Blockchain von Circle. Der Artikel zeigt, welche Protokolle zum Launch verfügbar sind, wie man über Volumen-Sortierung Chancen in LP-Pools findet und welche delta-neutralen Strategien sich in den ersten Wochen anbieten.
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Am 16. September startet mit Arc die Blockchain von Circle, dem zweitgrößten Stablecoin-Emitenten nach Tether. Circle ist ein Unternehmen, das in der Branche bekannt ist und mit Hyperliquid eine strategisch wertvolle Partnerschaft gebracht hat. Hinzu kommt, dass namhafte Institutionen dahinterstehen, BlackRock wird ausdrücklich genannt. Meine Einschätzung: Ein Flop dieses Launches halte ich angesichts der Partner und Protokolle für sehr unwahrscheinlich. Die offene Frage ist nicht, ob Arc erfolgreich wird, sondern wie schnell: ob die Chain sich binnen Wochen zur heißesten Blockchain überhaupt entwickelt, wie es Robinhood mit seiner Chain gelungen ist, oder ob sie eher langfristig über zwei Jahre wächst.
Das Spiel, das sich bei jedem neuen Chain-Launch wiederholt
Bei jedem Launch einer neuen Blockchain lässt sich ein Muster beobachten, das sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei Arc wiederholen wird: Zunächst gehen Meme-Coins durch die Decke, dann füllen sich Uniswap-Pools mit teils absurden Renditen. Die Nutzer schieben ihren USD Coin auf die neue Chain und wollen Tokens kaufen. Genau in diesem Moment entstehen die Chancen für Liquiditätsanbieter.
Der Vergleich mit der Robinhood Chain liegt nahe, weil sie in kurzer Zeit zu einem eigenständigen Erfolg wurde. Robinhood hatte einen klaren Fokus: Aktien und Meme-Coins trieben das Geschehen, LP-Pools und die Trading-Plattform spielten kaum eine Rolle. Arc könnte denselben Mechanismus wiederholen, mit Launchpads, Memes und allem, was Bewegung in die Märkte bringt. Und die Grundregel lautet: Wo Bewegung ist, kann man Geld verdienen.
Konkrete Protokolle und Anspielplätze am Start
Zum Launch sind bereits mehrere relevante Protokolle verfügbar: Aave, Aerodrome, Morpho und Uniswap, weitere sollen folgen. Das sind etablierte Protokolle, keine Nischenprojekte.
Speziell für Aave ist eine Kampagne mit Incentives sehr wahrscheinlich. Circle ist eine amerikanische Firma mit großem Interesse an einem eigenen Aave-Markt auf ihrer Chain. Die Annahme ist, dass dieser Markt aktiv inzentiviert wird. Realistisch zu erwarten sind Loops mit Renditen von 20–30 Prozent, wobei diese Märkte erfahrungsgemäß schnell gefüllt sind: Schätzungsweise nach rund zehn Stunden sind die Caps voll. Wer dabei sein will, muss also früh dabei sein und seinen USD Coin einzahlen, bevor die Grenzen erreicht sind.
Wie man Chancen findet: Volumen statt Bauchgefühl
Die praktische Herangehensweise ist dieselbe wie bei Robinhood: Am Launch-Tag die Explore-Page von Uniswap auf der Arc-Blockchain öffnen, nach One-Day-Volume sortieren und sich die Top 5 bis Top 10 Pools ansehen. Die entscheidende Frage bei jedem Pool lautet: Warum wird hier gerade so viel getradet, und wird das Volumen die nächsten Tage bestehen bleiben? Wenn ja, lässt sich daran verdienen.
Bei Robinhood zeigte genau diese Methode früh, wo es hinging: Pools wie Cashcat standen in den Top 5, als die Chain noch kaum jemand kannte und die Coins unter 5 Millionen Market Cap lagen. Anschließend listete Hyperliquid diese Coins mit Arbitragen von 2 bis 5 Prozent, Chancen, die sich mitnehmen ließen. Cashcat selbst brachte beim Funding Rate Farming rund 25 Prozent Return auf die Short-Summe innerhalb von zwei Monaten, was annualisiert einer Rendite von über 100 Prozent entspricht. Genau dieses Szenario, kleine Meme-Coins, die durch die Decke gehen und dann auf Hyperliquid oder Lighter ihr Listing bekommen, könnte sich in den ersten Wochen von Arc wiederholen.
Delta neutral: Renditen ohne Richtungsrisiko
Wer an dem Spiel teilnehmen will, ohne ein Meme-Risiko einzugehen, macht es delta neutral über LP-Pools. Der Klassiker unter den Paaren ist EVE/USD Coin. Dieser Pool sollte in den ersten Wochen hohe Renditen bringen. Auch Aktienpools mit USD Coin haben Potenzial für hohe Renditen.
Ein technischer Hinweis für Uniswap V3 Pools: Wer dort long einkaufen muss, kann bei sehr hohen Renditen in den ersten Wochen mit breiten Ranges arbeiten und einen Teil der Position shorten. So bleibt das Gesamtexposure neutral, während die Renditen laufen. Das ist gerade in den ersten Wochen nach einem Launch relevant, wenn die APRs noch verrückt sind, bevor der Markt sich einpendelt.
Was am 16. September konkret zu tun ist
Der Launch-Tag selbst verlangt keine komplizierte Vorbereitung, aber Aufmerksamkeit. Der Livestream zum Start ist öffentlich zugänglich und zeigt, welche Protokolle und Kampagnen tatsächlich online gehen. Die Kernpunkte im Überblick: die Uniswap-Explore-Page auf Arc nach Volume sortieren, die Top-Pools auf Plausibilität prüfen, Aave auf eine Incentive-Kampagne mit frühen Loops beobachten und auf Arbitrage-Chancen bei Listings auf Hyperliquid oder Lighter achten.
In den ersten Wochen sind auf Arc hohe Renditen möglich. Ich halte es für wahrscheinlich, dass sich das Robinhood-Szenario in Teilen wiederholt, etwa mit exorbitanten Funding-Raten und hohen LP-Renditen. Die einzige offene Frage ist der Fokus, den Arc entwickeln wird: Aktien und Memes wie bei Robinhood, oder etwas anderes. Genau das gilt es am Launch-Tag herauszufinden.
Dieser Beitrag stellt keine individuelle Anlageberatung dar.