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Altcoin-Korrektur: Zielzonen erreicht, aber noch kein Boden

Die nächtliche Abverkaufskaskade hat mehrere Zielzonen bei Altcoins erreicht oder berührt. Die Analyse geht Coin für Coin durch Elliott-Count, Retracement-Niveaus und Kaufzonen und ordnet die kommende Woche mit CPI-Daten und Powell-Rede ein.

4 Min. Lesezeit

Die nächtliche Abverkaufskaskade bei den Altcoins hat mehrere Zielzonen erreicht oder berührt. Übergeordnet befinden sich die meisten Coins in einer korrektiven Struktur — überwiegend Welle 4 oder Welle 2 — und benötigen danach noch einen letzten impulsiven Anstieg. Ein Boden ist bei den meisten Projekten noch nicht bestätigt; bei mehreren Charts ist mit einem weiteren Zwischentief zu rechnen.

Sui, Solana und XRP

Bei Sui wurde um 2:56 Uhr ein Handelssignal getriggert, weil der Kurs die Oberkante der Zielzone erreichte — das nächtliche Tief lag bei 0,97 US-Dollar, die Oberkante der Zone auf dem Binance-Chart bei 0,98 US-Dollar. Je nach Market Maker (Coinbase, Binance, Kraken) können Kursunterschiede von bis zu drei Prozent auftreten; wer sein Limit knapp unterhalb der Oberkante platziert hatte, könnte den Einstieg verpasst haben. Der Kurs sollte noch einmal tiefer in die Zone zurückkehren. Nach dem Flushout ist das Szenario einer intakten 1-2-Struktur wieder deutlich wahrscheinlicher als das einer Welle 4.

Sui-Kursverlauf der Nacht mit Zielzone 0,97–0,98 US-Dollar und Trigger-Zeitpunkt

Solana ist tiefer in die Zielzone abverkauft worden — wer einsteigen wollte, sollte drin sein. In der laufenden Welle 4 wird eine A-B-C-Korrektur mit Übertreibung in der C-Welle gebaut, die als 1-2-3-4-5 bereits ihr Ende gefunden haben könnte. Ein erstes Stärkesignal wäre ein starker Handelstag mit einem Ausbruch über die letzten lokalen Hochs im 15-Minuten-Chart. Bis dahin ist ein Stück tiefer wahrscheinlich.

XRP hat ein neues Zwischentief gebildet und sitzt wieder über dem 50er-Retracement. Erwartet wird, dass der Kurs noch tiefer läuft und sich mindestens das 61,8er, wenn nicht das 78,6er-Retracement holt — es bleibt also Zeit, sich auf der Kaufseite zu positionieren.

AVAX zeigt durchgehend Kaufreaktionen zwischen dem 38,2er- und dem 50er-Retracement, also zwischen 10,10 und 9,51 US-Dollar. Ein neues Zwischentief ist wahrscheinlich, eventuell bis an das 50er-Retracement bei 9,51. Entscheidend: Der Preis darf das Terrain der Welle 1 im nächsten Schritt nicht schneiden — darunter würde es deutlich düsterer.

H-Bar ist im Zielbereich, aber der Abverkauf vom Top war sehr impulsiv; prozentual hat der Kurs bereits rund 35 % abgegeben; die Zielzone könnte scheitern. Im Welle-1-2-Szenario muss der Kurs in diesem Bereich drehen.

Polygon hat vorbörslich fast bis an ein neues Zwischenhoch Gas gegeben, dann kam mit der letzten 4-Stunden-Kerze ein Abverkauf. In der Welle-2-Bewegung wird eine Korrektur der 50er-, 61,8er- und 78,6er-Retracements erwartet, als A-B-C oder W-X-Y-Flat — ein weiteres Stück nach unten ist ausdrücklich erwünscht.

Chainlink hat prozentual 7,51 % nach oben gedreht und läuft aktuell die Zwischenkorrektur; kurzfristig bleibt die Richtung bärisch. Im Bereich von 11,39 bis 8,88 US-Dollar zeichnet sich eine Kaufgelegenheit ab.

Fetch AI hat das 50er-Retracement punktgenau erreicht. Scheitert dieses Niveau, muss die Zählung umgebaut werden: Dann wäre der bärische Count als erster fünfteiliger Impuls fertig, und die gesamte Aufwärtsbewegung würde beginnend bei der Welle 1 mit mindestens 50 % bis 78,6 % Tiefe korrigiert.

Render bleibt der stärkste Chart, kommt aber in der 4-Stunden-Kerze zurück; kurzfristig sieht das Konstrukt bereits dreiteilig aus. Die überlappende Aufwärtsbewegung spricht für eine B-Welle — der Kurs läuft demnach noch in der Welle 4. Für einen Umbau der Zählung braucht es einen Bruch des Widerstandsbereichs bei 2,58 US-Dollar.

Tau ist angeschlagen: Liegt der Boden in der Welle 2, ergibt sich zwingend eine 1-2-1-2-Struktur mit einem erwarteten Breakout über 416 US-Dollar. SLP bietet nur ein impulsives Durchzählen über eine Diagonalbewegung mit einem Kursziel von 50 % bis 78,6 %; scheitert die laufende Korrektur, ist ein neues Zyklustief relativ klar. Mana läuft bereits unter dem 50er-Retracement; hält der Kurs das Niveau nicht, folgt die Lesart einer 1-2-Struktur — primär bleibt aber mit einem neuen Zyklustief zu rechnen. Bei Cardano ist die kurzfristige Struktur unklar; das Level um 19 Cent bleibt für die 60er-Projektion relevant, übergeordnet bleibt die Bewertung bärisch. Bei Kronos wird das Alternativszenario zunehmend unwahrscheinlich — eine Zwischenkorrektur mit Abverkauf darf folgen, bevor der nächste Impuls startet.

Der aktuelle Tag dürfte ruhig verlaufen. Ab Dienstag, 14:30 Uhr deutscher Zeit, bringt der CPI-Datenbericht potenziell ordentliche Volatility in den Markt; am Donnerstag folgen weitere Inflationsdaten plus Retail Sales und Unemployment Claims, am Freitag eine Rede von Fed-Chef Jerome Powell. Diese volatile Mitte-Oktoberwoche wird klären, ob die Zielzonen planmässig noch tiefer angelaufen werden oder die Korrektur bereits ihr Ende gefunden hat.

Dieser Beitrag dient ausschliesslich der Information und stellt keine individuelle Anlageberatung dar.

Details zu den einzelnen Zählungen, Gegenszenarien und Niveaus finden sich in der ausführliche Analyse.